Einleitung

Im Laufe des Krieges waren mehrere Territorien von Truppen der k. u. k. Armee besetzt worden: Serbien, Montenegro, Russisch Polen, Norditalien, Rumänien, Nord-Albanien und die Ukraine. In den meisten dieser Regionen waren spezielle k. u. k. Militärverwaltungsbehörden eingerichtet, wobei zunächst improvisiert werden musste, da man ebensowenig wie mit einem langen Krieg mit einer längeren Besatzung in größeren Gebieten gerechnet hatte. Am 25. August 1915 wurde ein Militär-Generalgouvernement für Russisch-Polen mit Sitz in Lublin eingerichtet, das man wieder in eine österreichisch-ungarische (im Süden) und in eine deutsche (im Norden) Besatzungszone teilte. Die mittlere und untere Verwaltung wurde von Kreiskommandos, Etappenstationskommandos und Gendarmeriepostenkommandos wahrgenommen, die zunächst für die Entwaffnung der Zivilbevölkerung zu sorgen hatten. Eine eigene Wirtschaftssektion sollte für die ökonomische Koordination und damit Ausnützung des Gebietes sorgen, doch erwies sich der Gütertransfer keineswegs ausschließlich als Einbahnstraße: Man begann mit der Einrichtung von Schulen und der Verbesserung der sanitären Verhältnisse vor allem durch obligatorische Schutzimpfungen. Freiwillige Zivilarbeiterabteilungen wurden für den Straßen- und Eisenbahnbau eingesetzt, was auch als Maßnahme gegen die traditionell hohe Arbeitslosigkeit verstanden werden kann. Österreich-Ungarn wiederum profitierte von den landwirtschaftlichen Produkten wie Kartoffeln, Getreide und Eiern, speziell in den Bergbaugebieten begannen sich spätestens im dritten Kriegsjahr die Besatzungskosten zu lohnen: Aus dem Kohlerevier Dabrowa bezog die Armee im Nordosten ihren gesamten für die Bahnfahrten dringend benötigten Kohlebedarf. 

In Serbien musste sich Österreich-Ungarn die Besatzung mit Bulgarien, das von Deutschland favorisiert wurde, teilen. Im Unterschied zu Polen konnte sich hier auch keine Besatzungsmacht mit dem Nimbus des Befreiers schmücken. Trotz des akuten Mangels an serbischen Männern – ein Großteil war mit der serbischen Armee über Albanien an die Adria geflohen und zum Teil weiter nach Italien eingeschifft worden – gelang es auch hier, Überschüsse zu erwirtschaften, was letztlich nicht nur der Besatzungsarmee, sondern auch der hungernden Bevölkerung Österreich-Ungarns zu Gute kam. Letztlich ließen sich auch aus Serbien und Montenegro, wegen des Bündnisses mit der Türkei, zahlreiche freiwillige Mohammedaner anwerben, interessanterweise um ein Vielfaches mehr als in den von russischer Herrschaft befreiten polnischen Gebieten. 

Die späte und kurze Besetzung Venetiens emotionalisierte Zeitgenossen, aber auch die Geschichtsschreibung noch lange Zeit. Joseph Redlich warf Conrad von Hötzendorf in Anspielung auf den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 vor, bei der 12. Isonzoschlacht eine „Sedanisierung“ Italiens verpatzt zu haben, Manfried Rauchensteiner spricht von einem „Pyrrhussieg“: Die Massen von gefangenen italienischen Soldaten mussten von den Not leidenden Österreichern auch noch ernährt werden. Auch in Venetien wurden nun österreichisch-ungarische Soldaten zu Verwaltungszwecken verwendet, ohne dass mit der Erreichung des Piave eine strategisch logische Defensivstellung hätte aufgebaut werden können; vor allem aber wurden in Venetien für den Verschub die letzten intakten Eisenbahnen aufgebraucht, die andernfalls die Versorgung der Ballungszentren Österreich-Ungarns mit Lebensmitteln gewährleistet hätten.

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